Bergruhe

Bergruhe lässt sich definieren als Zustand, in dem an der Erdoberfläche keine weiteren Senkungen mehr messbar sind. Im Kohlebergbau spricht man hier von ca. 30 Jahren, im Salzbergbau von bis zu 200 Jahren.

 

Einwirkungsbereich

Der Einwirkungsbereich bezeichnet die Planungsprognose bei Beginn des Abbaus. Es wird dargestellt, bis zu welcher Grenze Bergschäden zu erwarten sind. Bei Bodensenkungen wird die Grenze am sog. 10 cm-Senkungsrand des Senkungstroges angenommen, der durch den sog. Einwirkungswinkel bestimmt ist. Der Einwirkungswinkel ist in einer Bergverordnung (EinwirkungsBergV) für jedes Bergbaurevier und für jedes Einfallen des Flözes festgelegt. Innerhalb des Einwirkungsbereiches trägt der Bergbau die Beweislast gegen einen vermeintlichen Bergschaden.

Da es sich dabei um einen Blick in die Zukunft handelt, liegt das Problem darin, dass dieser definierte Einwirkungsbereich bisher nur sehr selten gegen geprüft wurde.

 

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Für den Salzbergbau wurde dieser Einwirkungswinkel allseitig auf 65 Gon in der EinwirkungsBergV festgelegt.

 

Flurabstand

Mit dem Begriff Flurabstand wird der Höhenunterschied zwischen der Erdoberfläche und einer Grundwasseroberfläche bezeichnet (siehe auch Auswirkungen durch Grundwasserentzug).


Grubenbild

Gesetzlich vorgeschriebenes Kartenwerk (Rißwerk) des Grubengebäudes. Dieses wird von einem Markscheider geführt.

 

Markscheide

Grenzfläche des Bergwerkes

 

Markscheider

Der laut Berggesetz mit öffentlichem Glauben für die Vermessung des Berkwerkes und das Grubenbild und außerdem für die Bergschädenbearbeitung zuständige Dipl.-Ingeneur (Assessor des Markscheidefaches mit Konzession des Oberbergamtes).

 

Messung mit Geophonen

 

Die Esco nutzt diese Technik für die Ermittlung von Salzlagerstätten im Untergrund.

Das Prinzip der Seismik ist einfach. Es besteht darin, an der Erdoberfläche künstliche Schallwellen zu erzeugen und deren Echo von den verschiedenen Gesteinsschichten des Untergrundes aufzunehmen.
Die künstlich erzeugten schwachen Signale/Schwingungen breiten sich wellenförmig von der Erdoberfläche in die Tiefe aus und werden von den einzelnen Gesteinsschichten reflektiert. Die reflektierten Echo-Signale werden an der Oberfläche mit Hilfe von netzförmig ausgelegten Geophonen registriert.

Ein Geophon arbeitet ähnlich wie ein hochempfindliches Mikrofon. Es wandelt geringste Erschütterungen des Bodens in elektrische Signale um, die in einem Messwagen aufgezeichnet werden. Die aufwendige Weiterverarbeitung der gewonnenen Daten erfolgt im Rechenzentrum mit Hilfe leistungsstarker Prozessrechneranlagen.

Das Messgebiet wird meistens in Streifen aufgeteilt, die nacheinander vermessen werden. In den Messpunktstreifen werden "Geophongruppen" flächenhaft auf der Erdoberfläche ausgelegt. Senkrecht dazu werden die Sendepunktlinien angeordnet.

Die Interpretation der Ergebnisse liefert ein dreidimensionales Bild des Untergrundes unterhalb der vermessenen Fläche.

 

Im Normalfall erfolgt die Durchführung der Arbeiten wie folgt:

 

Ein Messtrupp besteht aus drei bis vier Vibrator- und zwei bis drei Begleitfahrzeugen. Alle 25 bis 50 Meter ist ein Messpunkt. Mehrere Vibratorfahrzeuge fahren zur Erkundung des Untergrundes dicht hintereinander her, bleiben in regelmäßigen Abständen stehen, setzen ihr Fahrzeuggewicht auf eine am Fahrzeugboden installierte Bodenplatte und vibrieren anschließend mit ihrem Eigengewicht. Die so in den Boden gesendeten Signale werden von vorher ausgelegten Geophonen aufgezeichnet. Dabei sind die Schallwellen, die jeweils etwa 10 Sekunden lang erzeugt werden, in etwa so laut wie ein Presslufthammer. Die erzeugten Schwingungen sind vergleichbar mit denen, die Schwerlastverkehr verursacht.

 

Rissbücher

In sogenannten Rissbüchern werden Auffälligkeiten an der Erdoberfläche verzeichnet. Allerdings werden Rissbücher zumeist 2 Jahre nach Abbauende eingestellt, welches ein Problem darstellt.